
Das Institut konzentriert sich in seinen vertiefenden Lehrveranstaltungen auf die unternehmerische Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien. Im Fokus stehen die Anbieter derartiger Produkte und Dienste (etwa Medien-, Internet- und Softwareunternehmen) als auch die Nutzer (sowohl Konsumenten als auch Unternehmen). Wichtige Themen sind Geschäftsmodelle, Digitalisierungsstrategien, Produkt- und Prozessgestaltung sowie die Überführung neuer Konzepte in lauffähige Systeme. Vermittelt werden sowohl aktuelle Lösungen (z. B. zur Nutzung sozialer Medien) als auch ökonomische Grundlagen (z. B. zu Wertschöpfungsstrukturen und zu Netzwerkeffekten) und technologische Grundlagen (etwa zu P2P-Architekturen oder zu Content Management Systemen). Nur in Grundzügen betrachtet werden dagegen Fragen der technischen Implementierung oder der Mediengestaltung.
Die überwiegende Zahl der Studierenden ist in einen betriebswirtschaftlichen Studiengang eingeschrieben. Auf Bachelorebene startet diese Zielgruppe mit der Veranstaltung „Digital Media & Business“. Danach bestehen unterschiedliche Vertiefungsmöglichkeiten, so z. B. in Richtung Geschäftsmodelle. Aktuelle Themen (wie aktuell z. B. Soziale Medien oder Plattform-Konzepte) werden in Form von Seminaren und Projektkursen bearbeitet. Auf Masterebene werden die Studierenden mit der Veranstaltung „Digital Products&Services“ bis an den Stand der aktuellen Forschung und der Praxis in Unternehmen herangeführt. Auch hier bestehen zahlreiche Vertiefungsmöglichkeiten, z. B. in Form von kleinen Beratungsprojekten mit Unternehmen. Auf Doktorandenebene steht die wissenschaftliche Bearbeitung grundlegender Fragen rund um digitale Produkte und Dienste im Vordergrund, häufig in Kooperation oder ergänzend um Praxisprojekte. Studierenden des Studiengangs Medieninformatik stehen die meisten der genannten Lehrveranstaltungen auf Bachelor- und Masterebene im Rahmen des Anwendungsfachs Medienwirtschaft offen. Der Studiengang Medieninformatik umfasst grundlegende Fächer der Informatik, das Themengebiet Medieninformatik i.e.S. (Verwaltung digitaler Medien, neue Benutzerschnittstellen, Entwicklung multimedialer Systeme) sowie ein Anwendungsfach wie die Medienwirtschaft.
Anknüpfungspunkte für den Einstieg in die Praxis ergeben sich häufig in den Themenfeldern Marketing, Unternehmensentwicklung und IT, sowohl auf Anbieter- als auch auf Nutzerseite. Viele Absolventen gehen auch zu Unternehmensberatungen oder zu Agenturen, manche gründen eigene Unternehmen rund um digitale Produkte und Dienste.
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