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Abschlussarbeiten

Allgemeine Hinweise

Als Bachelor-, Master- oder Diplom-Studierender der Betriebswirtschaftslehre (in Ausnahmefällen auch anderen Studiengängen der LMU) können Sie am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien ihre Abschlussarbeit schreiben.

Abschlussarbeiten werden umfassend betreut. Sie sind in der Regel eng mit den laufenden Forschungs- und Projektarbeiten am Institut verknüpft. Ein Thema jenseits der laufenden Forschungs- und Projektarbeiten ist grundsätzlich möglich. Themen werden schrittweise definiert und richten sich in Komplexität und Umfang nach Art des angestrebten Abschlusses. Einen festen Starttermin gibt es nicht. Die Studierenden nehmen während der Bearbeitungszeit regelmäßig an unseren Kolloquiumsveranstaltungen teil und stellen dort auch ihr Projekt vor.

Das Institut stellt für die Bearbeitung von Abschlussarbeiten und Seminararbeiten Richtlinien und Formatvorlagen bereit. Bitte verwenden Sie die nachfolgenden Dateien und beachten Sie die entsprechenden Richtlinien bei der Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten:

Richtlinien für die Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten

- Formatvorlagen für Microsoft Word und Endnote

Betreuung von Abschlussarbeiten

Die Anzahl der zur Betreuung angenommenen Abschlussarbeiten richtet sich nach der jeweils aktuellen Kapazität des Lehrstuhls, wobei Bewerber für eine

  • Bachelorarbeit mit einem Ergebnis von 2,3 oder besser in einem Hauptseminar unseres Instituts
  • Diplomarbeit mit einem Ergebnis von 2,3 oder besser in einem Hauptseminar unseres Instituts

bevorzugt berücksichtigt werden können.

Für Abschlussarbeiten im Studiengang M.Sc. BWL liegt derzeit keine Beschränkung vor, der Besuch einschlägiger Lehrveranstaltungen insbesondere am Institut wird aber erwartet.

Bzgl. Abschlussarbeiten in weiteren Master-Studiengängen wenden Sie sich direkt an Prof. Hess.

Abgabe der Arbeit

Studieren Sie einen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang, dann muss ihre fertige Arbeit spätestens zu dem bei der Anmeldung festgelegten Termin beim ISC (Informations- und Servicecenter Wirtschaftswissenschaftlicher Prüfungen, Ludwigstraße 28 VG) eingereicht werden. Dabei sind die Öffnungszeiten des ISC unbedingt zu beachten. Die Arbeit ist dort in dreifacher Ausführung abzugeben und muss eine eigenhändig unterschriebene Versicherung darüber beinhalten, dass die Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt wurde, noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt und weder ganz noch teilweise in technischer oder elektronischer Form veröffentlicht wurde  (Formblatt siehe Richtlinien des Instituts für die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit).
Haben Sie einen anderen Studiengang belegt, dann beachten Sie bitte die diesbezüglichen Vorgaben des für Sie zuständigen Studiengangs.
In jedem Fall sollte der jeweilige Betreuer eine elektronische Version (PDF oder Word) erhalten. Weitere Informationen zur Abgabe der Abschlussarbeit können den jeweiligen Prüfungsordnungen entnommen werden, die auf den Seiten des ISC abrufbar sind.

Themen

Innerhalb der nachfolgend beschriebenen Themenfelder werden derzeit Abschlussarbeiten vergeben. Wenn Sie sich für die Übernahme einer Arbeit in einem der Themenfelder interessieren, wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Ansprechpartner. Finden Sie gar keinen Anknüpfungspunkt, dann sprechen Sie bitte Christian Matt an.

Digital Media Business

  • VerbaVoice - Kommunikationshilfe und Live-Untertitelung
    Lediglich 10% - 15% im deutschen Fernsehen ist untertitelt! Hörgeschädigte haben jedoch per Gesetz Anspruch auf die Bereitstellung von Kommunikationshilfen (SGB, BGG, KHV) und ein Recht auf gleichberechtigten Zugang zu Information und Medien (UN-Behindertenrechtskonvention). Probleme: Deutschlandweiter Mangel an Dolmetschern und qualifizierten Untertitlern und hohe Kosten bei Präsenz-Lösungen der Untertitelung. Das Unternehmen VerbaVoice bietet die Lösung: Mobiles Schriftdolmetschen und online Live-Untertitelung (z. B. über Heim-Arbeitsplätze). Untertitel und Gebärdensprache werden dann in WebPlayer, HBBTV oder für die Kino-Untertitelung (mit Brille) genutzt.
    Das Ziel der Bachelorarbeit ist es, in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen VerbaVoice, Empfehlungen für mögliche Erlösquellen zu geben. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Rolf Mahnke.

  • Flow-Experience im Web
    Flow beschreibt den Zustand des "selbstreflexionsfreien, gänzlichen Aufgehens in einer glatt laufenden Tätigkeit," bei der man trotz voller Kapazitätsauslastung das Gefühl hat, den Geschehensablauf noch gut unter Kontrolle zu haben". Zeit und Ort werden vergessen und das Individuum wird von der Aktivität völlig absorbiert. Zwischen 40%-50% der befragten Webnutzer berichten ein ausgeprägtes Flow-Erlebnis auch bereits im Web gehabt zu haben. Wenn Nutzer im Flow-Zustand surfen ergeben sich zahlreiche positive Nebeneffekte, insbesondere für die Betreiber von Webseiten. Hoffman und Novak postulieren Flow als "the 'glue' holding the consumer in the Web". Daneben wurde das Flow-Konzept u. a. angewandt um die Loyalität gegenüber Webseiten zu erklären. Nun stellt sich aus Sicht des Webseitenbetreibers die Frage wie Flow-Erleben durch gezielte Gestaltung der Webseite gefördert werden kann. Im Rahmen einer Abschlussarbeit (Bachelor/Master) besteht die Möglichkeit Informationsseiten, Foren/Wikis oder Videoplattformen zu untersuchen. Dabei gibt es drei Möglichkeiten: 1) Aufarbeitung der Literatur. 2) Mitarbeit an einer qualitativen Untersuchung (z. B. Interviews mit Nutzern) mit dem Ziel Eigenschaften von Webseiten zu identifizieren die zu Flow-Erleben führen. 3) Mitarbeit an einem quantitativen Experiment bei dem unterschiedlich gestaltete Webseiten im Hinblick auf das Flow-Erleben live untersucht werden. Auch Nebenfachstudenten anderer zum Themenfeld passender Fachrichtungen, insbesondere der Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Medieninformatik sind eingeladen sich zu bewerben. Bei Interesse an diesem Themenfeld vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Rolf Mahnke.

  • Intermediär oder Direktvertrieb: Alltägliches Entscheidungsproblem von Konsumenten im elektronischen Handel:
    Die Frage nach der Existenzberechtigung von Intermediären ist eine klassische wirtschaftswissenschaftliche Fragestellung. Die bisherige Forschung wählt primär einen gesamtwirtschaftlich-konzeptionellen Rahmen. Im hiesigen Projekt wird jedoch versucht, diese Fragestellung aus Sicht der Konsumenten zu analysieren. Im Konkreten geht es darum zu ermitteln, welche Faktoren einen Einfluss auf die Auswahlentscheidungen des Konsumenten zwischen Intermediär und Hersteller haben und wie diese zusammenwirken. Bekannte Beispiele sind in u.a. in Form von Internet-Buchhändlern (bspw. Amazon), zu finden, die in direkter Konkurrenz zu den verlagseigenen Angeboten (bspw. Gabler Webshop) stehen.Als Datenerhebungsmethode kommen hierbei primär, aber nicht ausschließlich, Experimente zum Einsatz. Abschlussarbeiten in diesem Forschungsbereich können sowohl empirisch als auch konzeptionell angelegt sein.
    Falls Sie Interesse an diesem Thema haben, so wenden Sie sich bitte direkt an: Christian Matt.

  • Freemium: Ein Erlösmodell mit Zukunft?
    Freemium beschreibt ein Erlösmodell für das Internet, bei dem Produkte oder Dienste zum einen kostenlos, meist werbefinanziert und mit eingeschränktem Funktionsumfang und zum anderen kostenpflichtig, werbefrei und mit vollem Funktionsumfang, angeboten werden. Laut Anderson (2009) nutzen 95% der Nutzer einer Webseite die Inhalte kostenlos, wohingegen nur 5% der Nutzer bereit sind, dafür zu zahlen. Diese Faustregel schien lange Zeit mit real beobachtbaren Zahlen übereinzustimmen, jedoch verzeichnen nun erste Anbieter wie der schwedische Musikstreaming Dienst Spotify bereits zahlende Nutzer jenseits der 5% Marke, bei steigender Tendenz. Zudem gehen Freemium Anbieter dazu über, das kostenlose Basis Angebot in seinen Funktionen sukzessive einzuschränken, um so die Nutzer in das kostenpflichtige Bezahlmodell zu drängen. Daher stellt sich insbesondere die Frage, was Nutzer dazu bewegt, in ein kostenpflichtiges Bezahlmodell zu wechseln.
    Bei Interesse an diesem Themenfeld vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Thomas Wagner.

  • Crowd Production: Die Produktion von Inhalten über soziale Medien
    Aktuell zeigt sich, dass oft hoch qualitative Inhalte kostenlos und frei zugänglich sind und Ansätze wie Citizen Journalism (z.B. Huffington Post) oder News Aggregation (z.B. Flipboard für das iPad) stark an Popularität zunehmen. Diese Informationen werden in sozialen Medien erstellt bzw. aggregiert und mit einer besseren Qualität, schneller und an den Nutzer angepasst verbreitet. Es stellt sich daher u.a. die Frage in wie weit Medienunternehmen auf soziale Medien zurückgreifen können.
    Bei Interesse an diesem Themenfeld vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Oliver Oechslein.

Software Business

  • Erfolgsfaktoren von SaaS-Geschäftsmodellen
    Unter Software-as-a-Service (SaaS) wird die Bereitstellung von Unternehmenssoftware durch einen SaaS-Anbieter über das Internet verstanden, was vereinfacht bedeutet, Software über ein einfaches Browser-Fenster (ähnlich wie Elektrizität über eine Steckdose) anzubieten. Bekannte Beispiele für erfolgreiche SaaS-Angebote sind Google Docs oder Salesforce.com.
    Im Rahmen einer Bachelorarbeit soll für SaaS-Geschäftsmodelle untersucht werden, welche Erfolgsfaktoren für eine Transformation hin zu einem SaaS-Champion berücksichtigt werden müssen. Welche Schwerpunkte müssen z.B. bei Produktangeboten und Preismodellen gesetzt oder wie muss der Vertrieb bzw. der After Sales Service ausgestaltet werden? Anhand einer Befragung von bereits etablierten SaaS-Unternehmen sollen hierbei Analysen durchgeführt und Empfehlungen abgeleitet werden.
    Bei Interesse nehmen Sie bitte mit Dr. Alexander Benlian Kontakt auf.

  • Software-as-a-Service
    Unter Software-as-a-Service (SaaS) wird die Bereitstellung von Unternehmenssoftware durch einen SaaS-Anbieter über das Internet verstanden, was vereinfacht bedeutet, Software über ein einfaches Browser-Fenster (ähnlich wie Elektrizität über eine Steckdose) anzubieten. Der Trend in der Software-Industrie hin zu diesem neuartigen Bereitstellungsmodell stellt viele traditionelle Software-Unternehmen vor große Herausforderungen, da sie ihr altes Geschäftsmodell (d.h. Installation und Wartung von Software auf kundenseitigen Rechnern) überdenken und sich den neuen Spielregeln einer gesteigerten Service- und Kundenorientierung anpassen müssen. Diesen Paradigmenwechsel vom Produkt- zum Serviceunternehmen systematisch aufzuarbeiten und empirisch zu belegen, ist Ziel dieses Themenfeldes. Abschlussarbeiten können zu diversen Einzelthemen in diesem Feld vergeben werden (z.B. die Bedeutung von Serviceorientierung in Software-Unternehmen, Wie lässt sich Serviceorientierung in Software-Unternehmen steigern? etc.).
    Bei Interesse vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Dr. Alexander Benlian.

  • Betriebswirtschaftliche Bewertung digitaler Dienste im Automobil
    Die digitale Vernetzung unserer Welt schreitet voran und erschließt neben dem Zuhause nun auch immer mehr unser mobiles Leben. Neben Smartphones sind so auch Autos in den Fokus der Entwicklung digitaler Dienste gerückt. Es ist bereits heute möglich viele Dienste im Fahrzeug über den Heimcomputer zu steuern, oder drahtlose Endgeräte für ihre Nutzung mit dem Automobil zu koppeln. Auch die Entwicklung fahrzeugspezifischer Applikationen und integrierter Bedienelemente ist ein stark wachsendes Angebotssegment, in dem von vielen ein steigendes Umsatzpotential für die Automobilindustrie gesehen wird. Die ökonomische Bewertung all dieser innovativen Angebote steht im Mittelpunkt des Forschungsfeldes. Dabei ergeben sich zahlreiche Fragestellungen, wie z.B. die Analyse von Wertschöpfungsstrukturen, die Erfassung vornehmlich qualitativer Nutzenwerte oder auch die Gestaltungsoptionen beim Angebot eines digitalen Ecosystems. Ziel ist die Konstruktion einer Methode, die es Entwicklungsingenieuren ermöglicht ihre technischen Innovationen auf einer betriebswirtschaftlichen Basis zu beurteilen. Bei Interesse an diesem Themenfeld vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Achim Wolf.

  • Institutionelle Einflussfaktoren auf IT-Adoptionsentscheidungen
    Während jahrzentelang die Adoption von neuen Technologien als rein ökonomische Entscheidung untersucht wurde, bei der in einem differenzierten Entscheidungsprozess das Pro und Contra gegeneinander abgewogen wurde, setzt sich in der Forschung immer mehr die Erkenntnis durch, dass Technologien nicht nur aufgrund rationaler Kriterien adoptiert werden. Vielmehr beeinflussen gesellschaftliche Erwartungen, nicht-hinterfragte Handlungsmuster sowie regulative Einschränkungen die Entscheidung für oder gegen die Nutzung einer Technologie. Derartige Einflussgrößen werden unter dem Oberbegriff des "Neo-Institutionalismus" genauer analysiert. Abschlussarbeiten in diesem Bereich können sich etwa mit der Prägung der Erwartungen von Unternehmen durch Beratungen oder IT-Analysten beschäftigen, oder aber auch das Verhältnis von rationalen zu nicht-rationalen Faktoren bei der Technologieentscheidung von Firmen untersuchen. Bei Interesse an diesem Themenfeld vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Christian Hörndlein.

  • Open source projects in IT companies
    Open source projects are fostered not only in communities but also substantially supported by IT companies. The main reason is that companies can make full use of the large user and developer base in the OS community to benefit their own commercial projects. For instance, they integrate the avant-garde features from the community into their product for customer; it is also likely that they influence the direction of development to synchronize development in the community with the companies´ needs. The win-win situation is welcomed by both community and companies. A successful OS project in an IT company is based on its level of investment and involvement in OS. To be specific, there are altogether 4 levels of involvement in OS innovation: 1. users of OSS; 2. OSS as complementary asset (Sony); 3. OSS as a design choice (Mozilla); 4. OSS as a compatible business model (Redhat). The main problem to address in the thesis is to classify IT companies into these 4 categories and derive the critical success factors for the IT companies on each level. The final goal is that we obtain 4 pictures demonstrating how IT companies, which are on the different level of investment and involvement in OS, can implement a successful OS project. It will be a qualitative study based on a series of interviews with commercial developers and project supervisors in IT companies. The thesis will be in English. If you are interested in this topic, please feel free to contact Yiqing Yu.

 

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